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Int. Mainfrankentour 2010 / Ahlen / Rund um den Gaskessel, Bocholt
Schweinfurt, 18.06. bis 20.06:
Thomas Koep unterstrich am Wochenende einmal mehr, dass er zu den Leistungsträgern im Team EGN-Rose-NRW gehört. Im Gesamtklassement der Int. Mainfrankentour belegte der 19-jährige von der Staubwolke Quadrat einen beeindruckenden 7. Platz. Den Grundstein dazu hatte er bereits im Prolog gelegt, als er im Zeitfahren über 6 km lange Zeit die Bestmarke innehatte. Am Ende reichte es beim Auftakt der Tour für den 8. Platz. Im Prolog hatten die Fahrer, die auch für diese kurze Distanz mit Zeitfahrmaterial an den Start gegangen waren, deutlich die Nase vorn. Für die mitgereisten Teamkollegen, bedeutete dies, mit allen Kräften die TOP-TEN Platzierung zu halten bzw. Koep noch weiter vorn im Gesamtklassement zu positionieren. Das sollte eigentlich gelingen, denn mit den Kollegen aus dem Team EGN-Rose-NRW und der Nachwuchsmannschaft NRW, hatte er gleich zwei Teams mit Fahrern aus den eigenen Reihen im Rücken.

In der ersten Etappe über 155 km setzte sich nach einigen kleineren Attacken vor der 2. Bergwertung mit Tim Gebauer eine 7-köpfige Spitzengruppe ab, die jedoch einige Zeit später vom Feld wieder gestellt wurde. Im kompletten Verbund bogen die 82 Fahrer auf die Schlussrunde ein, die noch zweimal zu durchlaufen war. Ca. 2 km vor Schluss kam es wie befürchtet auf den schmalen Straßen zum Massensturz. Es erwischte den zuvor in der Spitzengruppe fahrenden Gebauer, der das Rennen aber wieder aufnehmen konnte. Er bekam - wie auch die anderen durch den Sturz behinderten Fahrer - die gleiche Zeit wie das Hauptfeld, das den Sieg im Massensprint unter sich ausmachte. Dominik Ivo und Patrick Oeben lagen in aussichtsreicher Position. Oeben am Hinterrad des späteren Sieger de Benedictis liegend wurde ebenso zugefahren wie Ivo, der dann aber noch rechts die Lücke fand. Ivo sprintete noch auf Platz 7. Oeben, Philipp Müller (SC Wiedenbrück) und Max Stahr (Team Nutrixxion) folgten auf den Rängen 15, 18 und 21.

Die zweite Etappe am Sonntag auf anspruchsvollem Terrain, die ebenfalls über eine Distanz von 155 km ging, setzte sowohl durch das Profil als auch die ständigen Attacken so manchem Fahrer mächtig zu. Zunächst riss eine 30 Mann starke Gruppe, darunter auch Gebauer, Koep, Ivo, Müller und Daniel Klemme (beide SC Wiedenbrück), das Ruder an sich und setzte sich ab. Eine weitere Gruppe von 15 Fahrern, in der auch Klöpping, Koch und Oeben vertreten waren, setzten noch vor der 1. Bergwertung nach. Nach dem Zusammenschluss lief die große Gruppe nicht mehr, das Tempo wurde verschleppt und kurz darauf war das Fahrerfeld wieder geschlossen. Während bei gemütlichem Tempo der Großteil die Gelegenheit zur Verpflegung nutzte, nahmen 4 einzelne Fahrer Reiß aus. Als der Vorsprung allerdings vier Minuten betrug, wurde im Feld wieder richtig schnell gefahren. Während drei Ausreißer vom Hauptfeld wieder geschluckt wurden, stellte eine 14 Mann starke Verfolgergruppe – mit von der Partie auch Koep - den Spitzenreiter noch vor der 1. Zielpassage. Die Gruppe baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus und machte den Sieg unter sich aus. Koep erreichte als 11. das Ziel und sicherte sich damit den 7. Platz im Gesamtklassement.
Vor dem Glockensignal der Schlussrunde gelang es Klemme, sich nochmals im Alleingang vom geschlossenen Verfolgerfeld zu lösen. Er überquerte als 17. die Ziellinie und rückte durch seinen 40 sec. zählenden Vorsprung auf die Verfolger auf Platz 20 im Gesamtklassement vor. In der Nachwuchswertung wurde er auf Rang 4 geführt. Teamkollege Patrick Oeben, der in der Schlussetappe mehrmals an seine Grenzen kam, dank seiner kämpferischen Fahrweise aber wieder der Anschluss an die Verfolgergruppe fand, wurde 10. der Wertung des jungen Jahrgangs und damit 32. im Gesamtklassement. Jan Radermacher hatte sich in der 1. Etappe an den Anstiegen gut durchgebissen, kam aber am Sonntag nach der 2. Bergwertung nicht mehr ins Verfolgerfeld zurück und musste mit Krämpfen das Rennen nach der 1. Zieldurchfahrt beenden. Von den 82 gestarteten Fahrern kamen lediglich 69 ins Ziel.
Tim Gebauer und Marten Klöpping beendeten die Rundfahrt auf den Plätzen 26 und 30.
Die weiteren Platzierungen:
Team EGN-Rose-NRW:
35. Gero Walbrül
51. Dominik Ivo
Team NRW:
55. Philipp Müller
61. Max Stahr
63. Fritz Koch
Ahlen, 19.06.2010:
Knapp am Sieg vorbei schrammte beim „14. Lambert Gombert Gedächtnisrennen“ in Ahlen Routinier Boris Fastring. Im Rennen über 63 km der A-/B-/C-Klasse wurden immer wieder Attacken gesetzt, so auch nach der Hälfte des Rennens von Vorjahressieger Fastring, um die Beine ein wenig zu testen. Nach 5 Runden Alleinfahrt belohnt mit einer Prämie aber der Gewissheit, dass es zu windig für eine Spitzengruppe war, ließ er sich wieder ins Feld zurückfallen. Dann hieß es entspannt wachsam bleiben und sich auf das Finale konzentrieren, das auch fast planmäßig verlief, denn der imaginäre Zielstrich in Ahlen ist immer die Zielkurve, da die eigentliche Zielgerade mit nur ca. 200 m sehr kurz ist. Die letzten 3 Runden waren sehr hektisch, aber dank der Arbeit von Marius Prünte und den anderen Mannschaften, die dann an einem Massenspurt interessiert waren, wurde das Feld zusammen gehalten. Mit der Titelverteidigung hat es dann nicht ganz geklappt, denn Fastring musste sich im Sprint nur Roman Kuntschik vom SC Viktoria Lauenau geschlagen geben. Marius Prünte verpasste als 4. nur knapp das Podest.
Bocholt, 20.06.2010:
Auch am Sonntag lief es für Boris Fastring vor heimischem Publikum ebenfalls gut.
Die 78 Rennkilometer wurden sehr schnell in Angriff genommen und waren immer wieder von Angriffen geprägt, die allesamt aber wieder vereitelt wurden. Gute 10 Runden vor Ende des Rennens konnte sich dann doch noch eine 4-köpfige Spitzengruppe erfolgreich absetzen. Die fleißigen Helfer in Person von Yannick Bok und Marius Prünte hatten zwar noch versucht das Loch zu schließen, da das Team aber das ganze Rennen über sehr aktiv und präsent war, fehlte dazu dann leider die Kraft. Im Kampf um Platz 5 war es erneut Prünte, der dem Bocholter das Finale mustergültig anfuhr.
Zwar reichte es beim Rennen „Rund um den Gaskessel“ nicht für einen Podiumsplatz, als 5. und damit Sieger des Hauptfeldes zeigte Fastring aber dennoch, dass er auf der Rundstrecke bei der Verteilung der vorderen Plätze immer ein gewichtiges Wörtchen mitzureden hat.
Fotos: RSF Ahlen, I. Oeben
