Platz 6 in Krefeld-Bockum / zweiter in Aachen / Sieg in Hungen / U-23 Bundesliga / wenig Lohn beim Dortmunder Westfalenpreis

Krefeld-Bockum/Aachen, 15./16.05.2010:
KrefeldFrank Lütters konnte am Wochenende nahtlos an seine Leistungen bei der Landesverbandsmeisterschaft anknüpfen. In beiden Rennen gehörte der Wahlkölner einer Ausreißergruppe an. In Krefeld-Bockum lag Lütters auf der Schlussrunde in aussichtreicher Position. Durch einen Sturz zweier Fahrer aus der 11-köpfigen Spitzengruppe in der Zielkurve verlor er das Hinterrad des schnellen Joachim Tolles und erreichte als 6. das Ziel. Boris Fastring, der ein paar Mal versucht hatte, zur Spitzengruppe aufzuschließen, hatte gleich einige Fahrer bei sich, die um die Endschnelligkeit des Bocholter wussten. Um das Feld nicht an die Führungsgruppe heranzuführen unterließ er seine Attacken und leistete stattdessen gemeinsam mit Gero Walbrül seine Arbeit im Feld, damit die Gruppe ihren Vorsprung stetig ausbauen konnte. Fastring kam als 18. Ins Ziel.

Aachen
In Aachen unterstrich Frank Lütters, der infolge einer Viruserkrankung von Boris Fastring alleine die EGN-Farben vertrat, seine hervorragende Form. Auch hier bildete sich schon früh im Rennen über 85 Kilometer eine Spitzengruppe, zu der der für seine kämpferische Fahrweise bekannte Rennfahrer schnell aufschloss. Rund 20 Runden vor Schluss vollzogen die sechs Ausreißer den Rundengewinn. Da das Team aus Düren mit drei Fahrern im Hauptfeld vertreten war, suchte Lütters sein Heil in der Flucht und setzte sich zwei Runden vor Schluss auf dem selektiven Kurs nochmals ab. Der ebenfalls stark fahrende Tim Klessa vom PZ Drössiger Racing Team Hürtgenwald schaffte, nachdem er durch einen Sturz zurückgefallen war, in einer beeindruckenden Aufholjagd den Anschluss an Lütters und verwies ihn auf den letzten Metern im Zielsprint noch auf Rang zwei.

hungenHungen, 14.05.2010:
Janwillem van der Sande setzte sich beim Kriterium „Rund um die Europawoche“ im hessischen Hungen nach 63 Kilometern und 9 Wertungen gegen die Konkurrenz durch.
Auf einem sehr schnellen, windigen Kurs konnte sich der Hesse zunächst mit einer Gruppe vom Feld absetzen. Auf der Windkante plötzlich alleine vorn fuhr er sein Rennen einfach durch und wurde erst nach der vorletzten Wertung wieder vom Feld gestellt. Als der bis zu diesem Zeitpunkt Zweitplatzierte noch mal Reiß aus nahm, musste van der Sande noch mal um den ersehnten Sieg bangen. Mit Hilfe eines befreundeten Fahrers konnte er aber in der zweifach zählenden Schlusswertung genau die beiden Zähler auf seinem Konto gutschreiben, die er für den Sieg brauchte, mit dem er den Aufstieg in die B-Klasse perfekt machte. Obendrein sicherte er sich noch die Superprämie.

Cottbus, 15.05.2010:
Anders als erwartet verlief das dritte Wertungsrennen in der U-23 Radbundesliga. Die 100 Fahrer ließen die 192 Kilometer lange Strecke Cottbus-Görlitz-Cottbus erst mal ruhig angehen. Gleich nach 10 Kilometern beklagte das Team NRW den ersten Defekt durch Kapitän Marius Prünte, der von Teamkollege Jan Radermacher aber schnell wieder ins Feld zurückgebracht wurde. Nach gut der Hälfte des Rennens erwischte es Prünte erneut, der wiederum auf mannschaftliche Hilfe angewiesen war, die er auch prompt erhielt. Mit dem Vorderrad von Radermacher wurde er von Patrick Oeben durch das wellige Terrain von Görlitz wieder in die Wagenkolonne gebracht. Das nahezu geschlossene Fahrerfeld erreichte nach guten 4:30 h Fahrzeit wieder den Start- und Zielort Cottbus und alles lief auf eine Sprintentscheidung hinaus. Dominik Ivo stürzte schwer, und Tim Gebauer musste in der Schlussphase reißen lassen, so dass das Team nur noch mit vier Fahrern im Feld vertreten war. Es gelang ihnen nicht, den schnellen Prünte in Position zu bringen, so dass nur ein 32. Platz für das NRW Team übrig blieb. Durch das mäßige Abschneiden verlor das Team wertvolle Zähler und rutschte auf Platz neun in der Mannschaftswertung zurück.

Dortmund-Brackel, 13.05.2010
Beim Dortmunder-Westfalen Preis ging das Team EGN-Rose-NRW mit acht Fahrern an den Start. Das Rennen über 133 Kilometer auf dem schweren Kurs in Brackel war von Beginn an geprägt von ständigen Attacken, bei denen immer mindestens ein Fahrer des Krefelder Teams mit von der Partie war.
In Runde acht von 15 zu fahrenden setzte sich eine viel versprechende Gruppe ab, zu der neben namhaften Rennfahrern wie Krauß, Klessa, Schweitzer, Bercz auch Dominik Ivo und Patrick Oeben zählten.

Die 17-köpfige Gruppe harmonierte aber nicht wie gewünscht und so schloss das Hauptfeld drei Runden vor Schluss wieder auf. Die darauf folgende entscheidende Ausreißergruppe formierte sich ohne EGN-Beteiligung, so dass für die Fahrer wieder wenig Lohn für die vorherige harte Arbeit zu ernten war.
Überschattet wurde das Rennen durch einen schweren Sturz von Yannick Bok, der sich tiefe Schnittwunden zuzog und im Krankenhaus ärztlich behandelt werden musste.
dortmunddortmund

© Text : Ingrid Oeben
Fotos: W. v. d. Sande/I. Oeben